Die Kiesinsel

Entstehung und Entwicklung

25.08.98 Aufnahme von Kurt Anderegg in die „Seebrugg-Konferenz“ und deren Arbeitsgruppe Technik anlässlich der 2. Sitzung in Pfäffikon. Der Auftrag besteht darin, die Belange des Naturschutzes zu vertreten.
10.10.98 Vorschläge zuhanden von Kanton und Gemeinde betr. Aufwertung des Natur-Schutzgebietes „Inseln beim Heilighüsli, mit Kopie an die Schweizerische Vogelwarte Sempach. Als Punkt 5 wird darin vorgeschlagen und begründet: Schüttung einer Kiesinsel für Lachmöwenbruten und als Limikolenrastplatz.
19.11.98 Gutachten der Schweizerischen Vogelwarte Sempach – Verfasserin Dr. Ursula Sieber – weist u. a. auf obige Aufwertungsvorschläge hin.
19.03.99 Die 3. Sitzung der „Seebrugg-Konferenz“ nimmt von den Vorschlägen Kenntnis, die nicht in die Kompetenzen der Arbeitsgemeinschaft, sondern in diejenige der zuständigen Behörden fallen.
30.06.99 Der Technische Bericht geht unter anderem auf wesentliche Punkte des Gutachtens der Vogelwarte – Abstand vom Schutzgebiet, Verzicht auf eine Beleuchtung – ein. Die wünschbaren Ausgleichsmassnahmen werden später behandelt.
16.08.99 Orientierung der Naturschutzorganisationen durch Arbeitsgemeinschaft und Naturschutzvertreter.
19.08.99 Die 5. Sitzung der „Seebrugg-Konferenz“ nimmt einen Betrag für Ausgleichsmassnahmen in den Kostenvoranschlag auf.
02.11.99 Begehung mit Projektleitung betr. Schüttung einer Kiesinsel. Spätere Detailprojektierung durch Büro mit Auftrag für ökologische Begleitung.
10.11.99 Wasserbauliches Bewilligungsverfahren beim Kanton durch die Gemeinde eingeleitet.
17.04.00 Genehmigung des revidierten Kostenvoranschlages inkl. Schüttung einer Kiesinsel.
09.08.00 Baubeginn Fussgänger-Holzbrücke Rapperswil – Hurden.
26.01.01 Schüttung der Kiesinsel, Materialtransport in der Nacht per Bahn – siehe Reportage Linth Zeitung. Wegen zu geringer Wassertiefe Schiffstransport nicht möglich.
06.04.01 Einweihung des Holzsteges.
05.05.01 Erstes Flussseeschwalbenpaar auf der Kiesinsel. Später Ansiedlung weiterer Paare der Art wie auch von Lachmöwen.
06.04.02 Abnahme der Bauabrechnung für den Fussgänger-Holzsteg. Bei Kosten von 2,9 Millionen entfielen auf die Naturschutzmassnahmen – im Wesentlichen also auf die Kiesinsel - 51'000 Franken.
Nov. 2004 Abschluss der Ornithologischen Erfolgskontrolle 2001 – 2004, Schlussfolgerungen aus den jährlich eingereichten Zwischenberichten. Positives Ergebnis, vor allem dank Kiesinsel.
Aug. 2005 Seehochwasser im letzten Drittel des Monats lässt die Kiesinsel soweit verschwinden, dass nur noch die obersten Steine knapp sichtbar bleiben (25.8.). Der höchste Punkt der Insel ist demnach auf 406,67 m ü. M.
Feb. 2006 Das andere Wasserstands-Extrem in einem sehr trockenen und kalten Winter: 405,65 m vom 13. bis 15.2.; am 16.2. einsetzender Regen.
20.09.07 Beseitigung von Unkraut, Reinigung Glaskugel um Kamera.
2008 Bewilligungsverfahren für Schwimmflosse
18.03.09 Wegen wiederholten Stromausfällen Einbau einer Zeitschaltuhr beim Trafo Seedamm.
24.04.09 Auswechslung der Kamera; die bisherige erweist sich als vollständig intakt.
04.05.09 3 Flosse als Brutmöglichkeiten näher am Holzsteg gesetzt, Mitarbeiter Werkhof der Stadt.
April 2010 Überprüfung Stromzufuhr und Schaltungen durch EWJR.
07.04.2010 Auslegen von Ästen als möglicher Schutz gegen fliegende Jungenräuber.

 

Entwicklung der Brutvogelbestände

Jahr Lachmöwe Brutpaare Lachmöwe flügge Junge Schwarzkopfmöwe Brutpaare Schwarzkopfmöwe flügge Junge Flussseeschwalbe Brutpaare Flussseeschwalbe flügge Junge
2001 10 - 12 wenige     10 - 15 wenige
2002 50 - 60 > 100   20 - 30 30 - 40
2003 100 - 110 > 100 2 3 25 - 30 30 - 40
2004 100 - 120 > 100 4 5 30 - 35 40 - 50
2005 200 - 230 135 - 150 2 2 25 - 30 20 - 25
2006 200 - 230 > 200 2 0 12 - 15 12 - 15
2008 250 70 1 0 1 0
2009 200 35 1 0 20 0

Weitere Brutpaare von Lachmöwe und Flussseeschwalben auf Plattformen am Rapperswiler Strandweg und bei Wurmsbach

 

Geschichte Kamerastandort

2003 Lachmöwen verdrängen Flussseeschwalben von den Plattformen.
Der Lachmöwenbestand geht allgemein zurück, schlechte Brutresultate in den Riedgebieten. Artenförderungsprogramm.
Die Flussseeschwalben bevorzugen die Kiesinsel.
Begehungen und Kontakte im Spätsommer mit SBB, SOB und Elektrizitätswerk Jona Rapperswil betr. mögliche Stromversorgung.
Varianten:
- Bezug von SBB - negative Antwort.
- Bezug von Seedammbeleuchtung (nur nachts Strom) und Energiespeicherung.
- Solarenergie - Abklärungen
2004 Gesuche und positive Antworten
- Kantons St. Gallen (Lotteriefonds)
- Politische Gemeinden Rapperswil und Jona
2005 Verschiebung, weil
- Stromversorgung ungelöst
- Technische Entwicklung Kamera schafft neu Perspektiven
- Neue Kontakte mit EWJR eröffnen neue Möglichkeit des Strombezuges vom Strang der Seedammbeleuchtung.
Einleitung des Baubewilligungs-Verfahrens, Begehungen.
Eintreffen der Baubewilligung.
2006 22.02. Abklärung Leitungsführung, Steckdose, Kabel
14.03. Setzung von Sockel und Mast
21.03. Prüfen und ausmessen der Funkverbindung
23.03. Montage und Ausrichtung Antenne Schlossturm
30.03. Montage Kamera, Infrarotlampe und Antenne
31.03. Erste Bilder von der Kamera

 

Bilder Kamerainstallation