Die Eiderente (Somateria mollissima)

Dokument Eiderente (2015)

Eiderenten halten sich vom Sp�twinter bis in den Sommer hinein sehr gerne auf der Kiesinsel auf, bei allf�lligem Bruterfolg auch mit Jungen.

 
Eiderenten-Erpel im Prachtkleid in unmittelbarer N�he des Holzsteges.   Eiderenten-Paar zu Beginn der Brutzeit zwischen Seedamm und Holzsteg.

Kennzeichen

Grosse Meeresente. Im Brutkleid M�nnchen vorwiegend weiss, Bauch, Steiss, Flanken und Scheitel schwarz. Weibchen braun, dunkel geb�ndert.

Vorkommen Europa

K�stengebiete des n�rdlichen Atlantik, Europa, Amerika, Asien; die Art ist weitgehend an das Meer gebunden.

Vorkommen in der Schweiz

Fr�her seltener Gast, seit etwa 1970 mehrere Einfl�ge gr�sserer Gruppen, wobei ein Teil der V�gel ans�ssig wurde. 1988 erster Brutnachweis am Rapperswiler Seedamm, in der Folge einige weitere Bruten an verschiedenen Schweizer Seen.

Ansiedlung Rapperswil-Jona

Seit 1988 regelm�ssig V�gel beider Geschlechter im Gebiet, nicht immer in zahlenm�ssig ausgewogenem Verh�ltnis. Dabei sind sicher auch Weibchen, die nicht br�ten wollen. Die Aufzucht von Jungen auf einem Binnengew�sser scheint schwierig, mehrere Junge gingen aus nicht ersichtlichen Gr�nden verloren. Wenige konnten immerhin bis zur Flugf�higkeit beobachtet werden. Die Familien halten sich gerne in unmittelbarer N�he des Holzsteges auf.

In Rapperswil nach verschiedenen Jahren mit Brutverdacht weitere erfolgreiche Bruten 1999, 2001, 2002, 2003. F�r 2004 und 2005 sind ein bis zwei Bruten ohne Erfolg wahrscheinlich. Gr�nde f�r den Misserfolg sind starker Anstieg des Wasserspiegels oder Eindringen von Menschen �ber das Bahngeleise in den Brutbereich auf der Ostseite des Seedammes.

2002 und 2003 f�hrte das Eiderenten-Weibchen nebst eigenen Jungen ein Kolbenentlein. Kolbenenten legen nicht selten Eier in fremde Nester. Da die eigentlichen Verbreitungsgebiete der beiden Arten um hunderte von Kilometern auseinander liegen, d�rften diese beiden Familien recht aussergew�hnlich, wenn nicht einzigartig sein.

Zu Beginn der Brutzeit 2006 weilen mindestens 15 Eiderenten im Gebiet, davon im brutf�higen Alter 5 Erpel und 7 Weibchen.

Eine sp�te Familie (erst Ende Juni) mit drei Jungen, von denen m�glicherweise eines aufgekommen ist. 2007 zu Beginn und Ende des Jahres je 6 Erpel und Weibchen Altv�gel. Erstmals zwei Familien mit 2, resp. 3 Jungen. Von der zweiten Familie je ein M�nnchen und Weibchen flugf�hig geworden und bis 2008 hier geblieben.

Im Winter 2005/2006 vom Meer her neu zugeflogen - M�nnchen und Weibchen, Jungv�gel des Jahrgangs 2005.