Die Flussseeschwalbe (Sterna hirundo)

Dokument Flussseeschwalbe (2015)

Die Art br�tet seit Bestehen der Kiesinsel regelm�ssig auf dieser, in den letzten Jahren wurden jeweils um die 30 Brutpaare gez�hlt. Wenige Paare br�ten zudem auf Plattformen am Rapperswiler Strandweg, in der Bucht von Wurmsbach und vor dem Nuolenerriet.

Flussseeschwalbe auf dem Gel�nder des Holzsteges; dieses Verhalten ist nur an heissen Sommertagen zu beobachten.

Kennzeichen

Eleganter Vogel, etwas kleiner als Lachm�we, weiss mit grauem R�ckengefieder. Oberer Teil des Kopfes schwarz. Rote Beine, orangeroter Schnabel mit schwarzer Spitze. Lebt fast ausschliesslich von kleinen Fischen.

Brut

Eine Jahresbrut, Nachgelege m�glich. In der Regel 3 Eier, in der F�rbung den Steinen des Brutplatzes angepasst. Kein eigentliches Nest, nur einige Halme auf die Steine gelegt. Brutdauer 21 bis 23 Tage. Jungv�gel sind im Alter von drei Wochen flugf�hig, sie werden bis zum Wegzug von den Altv�geln gef�ttert.

 
Gelege der Flussseeschwalbe auf der Brutplattform am Strandweg.   Junge Flussseeschwalben am Rand der Brutplattform.

Vorkommen Europa

In West-, Mittel- und Osteuropa weit verbreitet, br�tet kolonieweise an K�sten- und Binnengew�ssern, in Nordeuropa im Bereich der K�sten. Sommergast von April bis September, verbringt den Winter in Westafrika.

Vorkommen in der Schweiz

Urspr�nglich Brutvogel an Kiesb�nken der gr�sseren Fl�sse und an Flussm�ndungen, in den Niederungen zwischen Bodensee und Genfersee. Der heutige Bestand von etwa 400 Paaren br�tet ausschliesslich auf daf�r erstellten Flossen, Plattformen oder Kiesinseln.

Ansiedlung Rapperswil-Jona

1974 Brutfloss bei Nuolen (Pater Johannes Heim), wenige Paare, Ei- und Jungenverluste wegen Wellenschlag und St�rungen.
1980 bis 1983 einige Brutversuche auf provisorischer Plattform bei Wurmsbach, wegen St�rungen keine Junge aufgekommen.
1984 Brutplattform Wurmsbach, erneuert 2000, mit seeseitiger Schutzzone. Zeitweise 10 bis 15 Paare, sp�ter durch Lachm�we weitgehend verdr�ngt.
1996 Brutplattform am Rapperswiler Strandweg, Bestand rasch bis auf 15 Paare angewachsen, dann zunehmend Lachm�wen.
2001 Kiesinsel am Seedamm, entspricht weitgehend dem urspr�nglichen Brutbiotop, deshalb sofort bezogen und inzwischen als Nistplatz bevorzugt. Bestand um die 30 Paare.

Weitere Seeschwalbenarten am Oberen Z�richsee

Weissbartseeschwalbe Nahezu allj�hrlich auf dem Fr�hjahrszug
Weissfl�gelseeschwalbe Beobachtungen sehr selten
Trauerseeschwalbe Allj�hrlich auf Zug, Fr�hjahr und Herbst
Raubseeschwalbe Selten, eher Zunahme der Feststellungen
Brandseeschwalbe Ausnahmeerscheinung
Lachseeschwalbe Ausnahmeerscheinung
Küstenseeschwalbe Ausnahmeerscheinung
Zwergseeschwalbe Ausnahmeerscheinung

Verbreitung

Bild: SCHMID et al. (1998 "Schweizer Brutvogelatlas" Schweizerische Vogelwarte Sempach)